Intimpflege

Die richtige Intimpflege für Frauen


Es hat mich Jahre gekostet, die für mich passende Intimpflege zu finden. Während dieser Zeit musste meine Yoni (Yoni ist der tantrische Begriff für die weiblichen Genitalien und umfasst die Vulva, Vagina und den Uterus) viel mit machen. Ständig hatte ich Beschwerden: Pilze, bakterielle Infektionen… You name it. Dabei bin ich bestimmt alle drei Wochen zum Frauenarzt gerannt.
Seitdem ich aber auf frühere Fehler verzichte und mir gesunde Angewohnheiten angeeignet habe, hatte ich keinerlei Beschwerden mehr. Wirklich keine einzigen. Nach bestimmt fünf Jahren Frauenarzt-Odysee ist das ein kleines Wunder. Zum Doc muss ich jetzt nur noch zu den üblichen Kontrollterminen.

Ay ay, Nackidei

Hier kommt das, was bei mir am aller effektivsten funktioniert. Ich spüre direkt den Unterschied, wenn ich es einige Tage lang nicht tue und kann beginnende Symptome innerhalb einer Nacht eliminieren. Was ich meine? Nackt schlafen. Die Yoni muss atmen! Wenn wir sie in synthetischen Schlüpfern ersticken haben Bakterien freies Spiel. Selbst Baumwollunterwäsche gibt der Yoni nicht die nötige Freiheit. In der Vagina herrscht in der Regel von Natur aus ein feucht-warmes Klima, welches durch das Tragen der Wäsche verstärkt wird. Dieses Klima ist der ideale Nährboden für Bakterien. Das gilt nicht nur für Bakterien: Auch Frauen, die mit Scheidenpilzen zu kämpfen haben, sollten auf Nachtwäsche verzichten. Denn: Je kühler die Umgebung, desto schlechter können sich die Pilze vermehren.

Waschzwang

Die Scheide befindet sich in einem ständigen Selbstreinigungsprozess. Deswegen ist es der Ausfluss übrigens auch ganz normal. Da die Yoni ihren Job selbst erledigt, müssen wir ihn nicht für sie übernehmen. Ein bisschen Wasser in der Intimzone reicht aus. Ich fahre dazu mit den Fingern unter der Dusche zwischen die Schamlippen und in die Vagina. Als Intimwäsche ist das mehr als ausreichend. Glaubt mir. Das Sprichwort „weniger ist mehr“ wurde vermutlich für die Intimpflege der Frau erfunden.

Zu häufiges Waschen und Duschen, womöglich mit ungeeigneten Seifen oder Duschgels, kann den Säureschutzmantel der Haut angreifen, besonders im sensiblen Genitalbereich der Frau. Das wiederum beeinflusst die natürliche Keimflora, schädliche Bakterien und Pilze haben dann leichteres Spiel. Intimwaschlotionen oder parfümierte Duschgels sind der Horror für eure Yoni. Der Grund: Der niedrige pH-Wert einer gesunden Scheidenflora wirkt als Schutzschild gegen die Besiedelung der Scheide durch Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilze. Duschgels würden diesen pH-Wert stören und so Keimen und Bakterien Tür und Tor öffnen.

Wusstet ihr, dass der pH-Wert des Blutes bei 7,4 liegt und das der Scheide bei 4,5? Aus diesem Grund haben viele Frauen nach ihrer Periode mit Pilzen und Infektionen zu kämpfen. Unsere Flora gerät da leider recht leicht aus dem Gleichgewicht.

Intimdeodorants oder -sprays sind ebenfalls nicht nötig. Oft bereiten sie sogar Probleme. Enthaltene Parfümstoffe können Allergien auslösen. Mitunter entwickelt sich dann ein schlechter Geruch statt des erhofften Frischedufts.

Intimrasur

Die Intimrasur kann sich für manche Frauen als unschönes Erlebnis entpuppen. Rote Prusteln, eingewachsene Haare, kleine, blutende Schnitte. Was mir damit unglaublich gut geholfen hat: Wenn ihr duscht, rasiert euch zuletzt. Dann sind eure Poren durch den warmen Wasserdampf bereits geöffnet – die Haare lassen sich an der Wurzel viel leichter entfernen. Mein ultimativer Geheimtipp: Wenn ihr Olivenöl vor der Rasur auftragt, ist die Haut danach babyweich und es entstehen garantiert sehr viel weniger Pickel und eingewachsene Haare.

Michsäurebakterien statt Cremes, Zäpfchen & Co.

Erinnerst du dich noch an meine Frauenarzt-Odysee?
Viele Krankheiten im Intimbereich sind auf einen Mangel an Milchsäurebakterien zurückzuführen, die sonst durch ihre sauren Stoffwechselprodukte der Besiedlung mit krankheitserregenden Keimen entgegen wirken.
Mir hat damals bei beginnenden Beschwerden und auch präventiv immer ungemein Vagisan geholfen (Hier erhältlich oder in deiner Apotheke) und mich vor dem ein oder anderen Frauenarztbesuch bewahrt. Das Schöne dabei ist, dass du damit deinem Körper bei der Selbstheilung hilfst, anstatt mit härteren Mitteln den Erreger direkt zu bekämpfen. Super effektiv und ohne Nebenwirkungen.

Der Popo

Bei der täglichen Hygiene muss man – Sie wie Er – Folgendes wissen: Die Haut im Bereich des Afters ist besonders empfindlich und mit einem pH-Wert von etwa 5 leicht sauer. Handelsübliche Seifen können die Haut austrocknen. Eine regelmäßige Reinigung mit einer geeigneten Waschlotion ist aber wichtig, damit schädliche Bakterien sich nicht in den Hautfalten am Po festsetzen und zu Infektionen führen. Wähle für deinen Po am besten eine pH sensible Waschlotion, wie z.B. diese hier.

What else?

Nach dem Waschen sollte man sich mit einem weichen Handtuch gut abtrocknen – nicht reiben! – und das Handtuch oft genug wechseln. Weiches Toilettenpapier schont die Haut zusätzlich. Manche Produkte enthalten Zusätze wie Bleichmittel, Duft- oder Farbstoffe. Sie führen unter Umständen zu Reizungen oder allergischen Reaktionen. Auch bei feuchtem Toilettenpapier kann das manchmal der Fall sein.

Merk dir einfach: Weniger ist mehr.

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