So schädlich ist deine Mikrowelle

Die Mikrowelle – Schädlich oder unbedenklich?

Praktisch ist sie wie kaum ein anderes Küchengerät – aber der Mythos um den potentiellen Schaden, den sie anrichtet ist weit verbreitet: Von gefährlicher Strahlung, über giftige Verbindungen, die durch das Erhitzen entstehen zu der Entstehung von Krebs ist alles im Netz und den Köpfen vieler Menschen zu finden. Was stimmt denn nun? Schadet uns das erhitzte Essen aus der Mikrowelle?

Strahlung der Mikrowelle

Ihren Namen hat die Mikrowelle von der Mikrowellenstrahlung, einer starken, hochfrequenten Strahlung. Diese elektromagnetischen Wellen erhitzen das Essen, in dem sie die Wassermoleküle zur Bewegung anregen. Die entstandene Reibungsenergie erwärmt schließlich die Nahrung. Die Speisen selbst enthalten dadurch aber keine Strahlung. Übrigens: Es ist genau die gleiche Strahlung, die auch Handys, Wlan & Co. aussenden.

Das Metallgehäuse der Mikrowelle hält die elektromagnetischen Wellen zurück, wobei an der Oberfläche höhere Strahlungsintensitäten auftreten können. Circa 30 Zentimeter von der Mikrowelle entfernt liegt die Strahlungsintensität aber schon zehnmal unter der erlaubten Grenze.

Bislang gibt es keine triftigen Beweise dafür, dass die Mikrowelle an sich schädlich – beziehungsweise gesundheitsgefährdend ist. Neueste Forschungsergebnisse konnten nichts dergleichen feststellen – im Gegenteil. Die Wissenschaft hat herausfinden können, dass intakte Geräte nicht krebserregend sind.

Aber Vorsicht! Achte darauf, dass das Gerät tatsächlich intakt ist und die Tür richtig schließt. In der Regel wird die Strahlung nämlich erst freigesetzt, wenn die Tür vernünftig geschlossen ist.

Während der Benutzung sollte man außerdem nicht direkt an der Mikrowelle stehen. Sicher ist sicher.

Zubereitung in der Mikrowelle

Etwas anders sieht die Zubereitung durch die elektromagnetischen Wellen aus. Erst einmal werden durch jede Garmethode einige Nährstoffe in Lebensmitteln verändert, so auch bei der Mikrowelle. Wie stark sich der Gehalt verändert, hängt von Kochdauer und Temperatur, sowie der Menge des hinzugefügten Wassers ab. Diverse Studien und Tests haben sich mit dieser Thematik beschäftigt. Die Ergebnisse habe ich euch in der nachfolgenden Liste kurz und knapp zusammengefasst.

  • Es werden mehr Antioxidantien zerstört
  • Fette werden stärker geschädigt
  • Es bildet sich Acrylamid, ein chemischer Stoff, der unter Verdacht steht, krebserregend zu sein
  • „Mikrowellengeeignete“ Lebensmittelverpackungen können während des Erhitzens in das Nahrungsmittel übergehen
  • Bei Muttermilch wird davon abgeraten, diese in der Mikrowelle zu erwärmen, da die darin enthaltenen antibakteriellen Stoffe dadurch zerstört werden
  • Salmonellen werden, anders als beim herkömmlichen Kochvorgang, nicht abgetötet
  • Aber: Schonend gegart bleiben auch in der Mikrowelle viele Nährstoffe enthalten

Fazit

Angst vor Mikrowellenstrahlung und krebserregenden Substanzen nach dem Erhitzen sind unbegründet. Dennoch müssen selbstverständlich alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Um Nährstoffverluste zu vermeiden, Lebensmittel am besten schonend zubereiten. Das gilt für die Mikrowelle genauso wie fürs Kochen auch.

Persönlich hätte ich gedacht, Essen aus der Mikrowelle würde wesentlich schlechter abschneiden. Nach der Recherche musste ich feststellen, dass mehr Nährstoffe enthalten bleiben, als zunächst angenommen. Wenn es also doch mal schnell gehen muss, kann das schlechte Gewissen durchaus etwas geringer ausfallen. Juhu!

Ps.: Kalte Nahrung, vor allem kalte Stärke, hat viele gesundheitliche Vorteile. Vielleicht müssen wir unsere Lebensmittel gar nicht unbedingt jedes mal erhitzen… Aber dazu in einem anderen Artikel ein anderes mal mehr! 🙂

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