Wundermittel DMSO


Vor ein paar Jahren hat mein Schwiegerpapa, praktizierender Allgemeinmediziner, mir zum ersten Mal von DMSO erzählt. Ein Mittel natürlichen Ursprungs, das er all seinen Freunden und Patienten empfiehlt. Ein Mittel, das man im Baumarkt und nicht in der Apotheke bekommt. Ein Mittel, das über die Jahre total in Vergessenheit geraten ist und „von der Pharmaindustrie unter den Teppich gekehrt wird“. Mein Schwiegervater war der Meinung, es würde bei Schmerzen helfen, effektiv gegen Pickel und Akne wirken, Rheuma, Erkältungen, Wunden und Verbrennungen heilen, (Blasen-)Entzündungen, ein Reizdarm-Syndrom und vieles mehr bekämpfen können. Was genau ist dieses Wundermittel, was steckt dahinter und wie wird es angewendet?

Was ist DMSO?

DMSO ist ein natürlicher Stoff. Es kommt im Regenwasser vor, da Meeresplankton im Rahmen seines Stoffwechsels aus vulkanischem Schwefel ein organisches Sulfid erzeugt, das der Natur überhaupt erst die Bildung von bestimmten essentiellen Aminosäuren ermöglicht.


Es ist gleichzeitig auch ein Nebenprodukt der Papierherstellung und wurde zunächst als industrielles Lösungsmittel entwickelt. Als die Arbeiter dort zu Anfang mit der Chemikalie hantierten, bemerkten sie, dass unmittelbar nach dem Kontakt von DMSO mit der Haut, ein deutlicher, knoblauchigartiger Geschmack auf der Zunge entstand. Nach einiger Zeit stellten sie außerdem fest, wie Wunden und Verbrennungen auf Fingern und Handflächen wesentlich schneller verheilten und eine makellose Haut zurückblieb.

Diese Eigenschaften faszinierten Chemiker, die mit diversen Forschungen begannen. In den 60er Jahren erhielt DMSO eine große mediale Aufmerksamkeit als umfangreiches Wundermittel – Und geriet schließlich bis heute in Vergessenheit.

Wie wirkt DMSO?

Wichtige Heilwirkungen von DMSO auf einen Blick

  • Löschung von Entzündungen
  • Radikalfänger
  • Geweberegeneration, Verbesserung Wundheilung, Glättung von Narben
  • Zellschutz
  • Erhöhung der Sauerstoffsättigung
  • Stabilisierung des vegetativen Nervensystems
  • Schmerzlinderung und Muskelentspannung
  • Gefäßerweiterung und Optimierung der Fließeigenschaft des Blutes zur Bekämpfung bestimmter Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Beschleunigung von Transportvorgängen
  • Wirkungssteigerung anderer Pharmaka
  • Effektiv gegen Bakterien, Viren und Pilze
  • Hygroskopische Wirkung, d.h. DMSO zieht Wasser an und reduziert somit Ödeme und Schwellungen
  • Harntreibende Wirkung kann helfen, Giftstoffe schneller aus dem Körper zu entfernen. 
Bei welchen Krankheiten kann DMSO helfen?
  • Artritis/ Arthrose
  • Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte und weitere Hauterkrankungen
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Rheuma
  • Blasenentzündungen
  • Schmerzen
  • Entzündungen
  • Herpes
  • Erkältungen
  • Verbrennungen und Wunden
  • Multiple Sklerose
  • Krampfadern
  • Lebererkrankungen
  • Reizdarm-Syndrom
  • Und weitere

Wie wird DMSO angewendet?

Welches Produkt?

DMSO ist weit verbreitet und kostengünstig, da es ja ein Nebenprodukt der Zellstoff- und Papierindustrie ist. Am einfachsten ist es, das Produkt übers Internet zu bestellen.

Ich persönlich nehme folgendes Präparat: DMSO

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Bisher sind keine wirklichen Nebenwirkungen erkannt worden, außer dass es zu für einige Stunden zu unangenehm riechenden Körperausdünstungen kommen kann. Du gehst daher kein direktes Risiko ein, wenn du Krankheiten mit DMSO therapierst oder es vorbeugend verwendest.


Aufpassen solltest Du trotzdem! Vor der Anwendung müssen die Hände gewaschen werden, sowie die Hautpartien gereinigt werden, die du behandeln möchtest, damit aufgrund der guten Lösungseigenschaften von DMSO keine unerwünschten Fremdsubstanzen bei der Anwendung in deinen Körper gelangen. Nach dem Auftragen auf die Haut sollte für einige Zeit kein Kleidungsstück in Kontakt mit der Stelle kommen.

DMSO zur Anwendung auf der Haut

In reiner Form, also pur und hochkonzentriert, wird DMSO nur in Ausnahmefällen verwendet, etwa um Warzen, Aphten, Herpesbläschen, Nagelpilz etc. punktuell zu betupfen. Für die äußerliche Anwendung wird DMSO immer mit etwas Wasser oder einer anderen wässrigen Lösung verdünnt. Dabei kommen in der Regel Konzentrationen zwischen 75 – 10% Prozent, bezogen auf DMSO, zum Einsatz.

Funfact zur Mischung von DMSO mit Wasser:

Mischt man DMSO mit wässrigen Lösungen, so kommt es zu einer erstaunlichen, spontanen Wärmeentwicklung – ein in diesem Ausmaß einmaliges physikalisches Phänomen. Der Grund dafür ist die Fähigkeit des DMSO, die Wasserstoffbrückenbindungen zwischen einzelnen Wassermolekülen zu lösen, so dass sich die vorher „gespeicherte“ Bindungsenergie als Erwärmung der Flüssigkeit zeigt.

Da die Haut auf DMSO individuell sehr unterschiedlich mit einem Kribbeln, Jucken, leichter Rötung bis hin zu einem „Brennnessel-Gefühl“ reagiert, passt man die Konzentrationen dieser Mischungen einfach dem eigenen Hauttyp an. Wenn man spürt, dass eine Mischung an einer Hautstelle zu stark wirkt, so wäscht man sie ganz simpel mit Wasser wieder ab und verdünnt die DMSO-Flüssigkeit weiter, bevor man sie erneut anwendet. In der Regel verträgt man am Beinbereich höhere Konzentrationen als an Brust und Bauch. Am sensibelsten reagiert meist die Gesichts-, Hals- und Kopfhaut.

Als Gesichtswasser: Für ein Gesichtswasser zur Hautregeneration vermischt man 1 Teil DMSO mit 9 Teilen isotonischem Meerwasser. Diese Flüssigkeit kann man einfach nach dem Waschen aufsprühen oder mit einem Pad aufreiben. Dadurch wird die Haut gestrafft, da es für eine verbesserte Wasseraufnahme sorgt und das Gewebe stabilisiert. Nach dem Einziehen ist eine natürliche Pflege mit reinem Pflanzenfett oder Aloe ratsam. Kontakt mit unerwünschten Hilfsstoffen in üblichen Kosmetika sollte man für mindestens zwei Stunden vermeiden.


Bei Narben: Für die Behandlung von Narben vermischt man 6 Teile DMSO mit 4 Teilen Magnesiumchlorid-Lösung oder Eigenurin. Der Narbenbereich wird mit dieser Mischung großzügig benetzt und man lässt für mindestens 30 Minuten einwirken.


Als Ohren- und Nasentropfen bei einer akuten oder chronischen (Mittel-)Ohrentzündung. Als Ohren-/Nasentropfen hat sich eine DMSO-Konzentration von 15 Prozent bewährt. Das heißt es werden für 100 Milliliter Gesamtmenge, 15 Milliliter DMSO mit 85 Milliliter Verdünnungsflüssigkeit gemischt. Dies kann isotonisches Meerwasser, Eigenurin oder die schon erwähnte Magnesiumchlorid-Lösung sein.

DMSO trinken

Wenn man DMSO ganzheitlich und nicht nur für eine bestimmte Körperregion verwenden will, kann man es auch oral einnehmen. So gelangt die Substanz in den gesamten Organismus. Ein Teil wird allerdings während des Verdauungsprozesses in MSM (Methylsulfonylmethan) umgewandelt. Das ist aber nicht schlimm, da auch MSM eine therapeutische Wirkung besitzt. Der beste Zeitpunkt ist am morgen auf nüchternen Magen. Man kann es aber auch später zu sich nehmen. 

DMSO wird innerlich gerne bei Rheuma, Migräne, Blasenentzündung, Fibromyalgie oder auch Venenentzündungen, Arteriosklerose und neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt.

Dosierung: Circa 1 bis 5 Teelöffel DMSO in einem 0,3 Liter Getränk verrühren. Als Richtwert  für die innerliche Anwendung werden 0,1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich empfohlen. Ein 70 Kg schwerer Mensch sollte z.B. also ca. 7 Gramm DMSO (ca. 2,5 Teelöffel) täglich einnehmen.
Als Getränke kommen Wasser, Säfte, Smoothies oder Tee in Frage. In der Mischung mit Wasser hat DMSO einen bitteren, zwiebelartigen Geschmack. Beliebt ist die Mischung mit einer halben, gemixten Biozitrone auf 0,3 Liter mit Wasser, weil dies erfahrungsgemäß den algenartigen Geruch mildert, der durch die Verstoffwechselung von DMSO entsteht.

Weitere Informationen

Für eine detaillierte Anweisung zur Anwendung bei den verschiedenen Krankheitsbildern kann ich sehr das folgende Buch empfehlen: Das DMSO-Handbuch

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